Geschwindigkeit runter bis zum Bau der Wände
Über 100.000 Anwohner an der Güterumgehungsbahn nervt der Bahnlärm. Das Ergebnis einer Verkehrspolitik, wie sie katastrophaler wohl kaum sein kann. Mitten durch die Wohngebiete wird der Güterverkehr geleitet.
Grundrechte der Anwohner werden verletzt: Das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das Recht auf Eigentum. Nachgewiesen ist: die Störung der Nachtruhe verursacht direkt eine Reihe von Krankheiten. Kinder, die an der Bahnstrecke wohnen, haben zudem Konzentrationsstörungen und in der Folge deutliche schlechtere Schulleistungen. Die Immobilien an der Strecke sinken erheblich im Preis oder werden unverkäuflich. Das ist ein Griff in Ihre Kasse.
Wir lassen uns diese Angriffe der Bahn nicht mehr gefallen. Viele Politiker haben uns in unserem Kampf um Lärmschutz unterstützt. Jetzt fordert die Bahn aber Unsummen für den Bau von Lärmschutzwänden. Bürger, die sich das nicht leisten können (bis zu 10.000 Euro pro Meter Lärmschutzwand), werden weiter dem Lärmterror ausgesetzt sein. Das ist eine unsoziale Lösung, die wir nicht akzeptieren. Wir kämpfen für lückenlosen Lärmschutz. Und wir fordern alle Politiker auf, jetzt und heute in Ihrem Parlament einen Antrag zu stellen, der unsere Grundrechte sichert. Keine halben Lösungen.
Und solange der lückenlose Lärmschutz fehlt, muss Tempo 30 her. Die Reduzierung der Geschwindigkeit schont unsere Nerven. Und sie ist bei der momentanen Verkehrsbelastung ohne Probleme möglich.
Warum also warten? Machen Sie mit. Unterstützen Sie unseren Kampf für Lärmschutz. Informieren Sie Ihre Nachbarn über die Verletzung der Grundrechte durch die Bahn. Sprechen Sie Ihre Politiker direkt im Wahlkreis an und fragen Sie mal, warum allein für den Fußweg zur Elbphilharmonie mehr ausgegeben wird, als für den Schutz Ihrer Grundrechte.
Viel Erfolg!
Uwe Schröder, IG Schienenlärm
PS: Diese schönen Aufkleber gibt es für Mitglieder kostenlos. Wir sind natürlich über jedes neue Mitglied froh, das unsere Aktionen mit einem Beitrag unterstützt. Macht alle unsere Tempo 30 Aktion in der Stadt bekannt! Klebt sie überall hin: auf Eure Autos und Fahrräder. Immer dort hin, wo man die Aufkleber gut sieht, wo es nicht stört und wo es erlaubt ist.
